Dienstag, 16. September 2014

Firenze, la bella

[english version below]



Benvenuta a Firenze!
Natürlich hat es länger als ursprünglich von mir geplant gedauert, ehe ich mich melde, aber nun gut, los geht’s:
Am Donnerstagmorgen habe ich mich in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett gequält und etappenweisen und tränenreich von meinem Bruder und meinen Eltern verabschiedet, ehe um sechs Uhr morgens mein Flieger Richtung Pisa abhob – nicht, dass ich viel davon mitbekommen hätte, ich musste Schlaf nachholen. Gleiches gilt für die Busfahrt nach Florenz, aber immerhin habe ich erfolgreich auf Italienisch das Busticket kaufen und mich über Hinweisschilder am Flughafen Pisa („Kinder nicht auf dem Gepäckband ablegen“ „Olivenöl aus der Toskana für nur 3€ den Liter“) freuen können. In Florenz ging dann erst mal alles schnell, Busticket gekauft, Bus erwischt und zu meinem neuen Zuhause gefahren. Ging ganz leicht. Meine Vermieterin hat mir alles gezeigt, die Schlüssel gegeben und dann musste ich Koffer auspacken und Einkaufen – es gibt einen Penny in der Nähe. Und so war ich denn eingezogen. Von meinen Mitbewohnern (drei Jungs und ein Mädchen) bekomme ich kaum etwas mit, sie sind nett, aber wir reden kaum, es ist mehr eine Zweck-WG. Mein Haus hier ist klein, nett und gut eingerichtet. Trotzdem findet man auch hier – wie schon in Rom – einige komische Dinge wie eine Büchersammlung von Dante Alighieri über Agatha Christie bis zu Dan Brown und vor allem eine kleine Madonnen-Statue im Badezimmer. Daneben gibt es vor allem aber auch gutes: Das geht schon mit schließenden Fenstern, funktionierenden Bädern und Küchen los, erstreckt sich dann weiter über Moskitonetze, eine Spülmaschine, Fernseher und einen Wellensittich namens Willi.
Dann musste es aber auch losgehen, bin ja nicht nach Florenz gekommen um Hausfrau zu werden. Also los, ich war verabredet mit einer Spanierin namens Fatima, mit der ich schon über Facebook Kontakt gehabt hatte. Wir haben uns bei ihr getroffen, Pasta con Pesto gegessen und sind anschließend auf die Piazzale Michelangelo gefahren – die Aussicht ist atemberaubend – überzeugt euch selbst:
Sie scheint mir sehr nett zu sein und wir treffen uns nach wie vor. Auch auf der Piazzale war ich noch ein paar Mal – an diesem Abend aber war ich erst mal todmüde – und mein Bett ist riesig.
Mein erster Morgen in Florenz war sehr ruhig, da mein Studiengang das meiste für mich erledigt und meine neuen Bekanntschaften einen Sprachkurs belegten, hatte ich erst einmal nichts zu tun, also erkundete ich die Gegend, ehe ich abends ein wenig in die Stadt ging um meinen Freund abzuholen, der mich wundervollerweise besuchen kam. Da Riccardo aus Rom und nicht aus Florenz kommt, konnten wir am nächsten Tag ein wenig Touristen spielen, immerhin kannte auch er Florenz nicht sonderlich gut. Wir sind also überall einmal hingelaufen, der Dom, der Palazzo Vecchio, die Ponte Vecchio und erneut die Piazzale Michelangelo – alles zu Fuß. Am Ende war ich ganz schön müde. Aber es war toll, wenn auch der Dom ein bisschen enttäuschend war, denn obwohl der von außen atemberaubend ist, ist er innen doch eher nüchtern – mal abgesehen von der Kuppel.
Am Tag darauf ging es – wie denn auch sonst – auf die Piazzale Michelangelo. Schon wieder zu Fuß. Meine armen Füße! Trotzdem war es schön, es fand ein Festivale del Gelato statt, aber die Mengen an Eis, die es gab, waren zu viel für eine Person, also haben wir nur zuschauenderweise genossen. Unser Eis haben wir uns dann unten am Arno, in der Gelateria „La Carraia“ geholt – hervorragend. Es war ein unendlicher heißer, aber wirklich schöner Tag, nur, dass Riccardo abends zurück musste.
Danach musste ich mich erst mal ein paar bürokratische Dinge erledigen – mal sehen, ob das diesmal klappt – der Rest folgt am Donnerstag. Außerdem melde ich mich bei den hiesigen Organisationen für internationale Studierende – ISF (International Students Florence) und ESN (Erasmus Student Network) – an um an deren Fahrten teilnehmen zu können – schließlich will ich ja auch noch etwas mehr von Italien sehen und außerdem kann man auf diese Weise super Leute kennen lernen. Darauf bin ich mal gespannt – ich sage euch dann Bescheid, wie es gewesen ist. J
So… wie ihr sehen könnt bin ich hier und es geht mir gut – überraschenderweise habe ich auch kein Heimweh – und da ich noch eine Woche habe, ehe die Uni beginnt, kann ich meine Zeit hier genießen – das tue ich und ich erzähle euch alles darüber – man sieht sich!

Noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache:
1)      Ich habe mittlerweile eine italienische Handynummer, über die Deutsche erreicht ihr mich erst mal nicht mehr, sagt Bescheid, solltet ihr die italienische Nummer brauchen.
2)      Ihr seid mir hier immer herzlich Willkommen, allerdings nimmt meine Vermieterin Geld für die Übernachtungen, das hat versicherungstechnische Gründe. 15€ pro Kopf und Nacht – leider kann ich daran nichts ändern, euch nur anbieten, dass wir die Kosten teilen.



Benvenuta a Firenze!
Of course it took me longer than planned to write but here we go:
At the crack of dawn on Thursday I forced myself out of bed and said goodbye to my family – including a lot of tears, of course. Finally, at six in the morning, my plane departed, heading to Pisa – but I don’t remember much of that, since I had to catch up on some sleep. Same goes for the bus tour to Florence, but at least I managed to buy my bus ticket in Italian and got to enjoy the signs at Pisa airport („Don‘t put your child on the baggage carousel” “Olive oil from Tuscany for just 3€ per liter”). In Florence itself, everything went pretty fast, bought my bus ticket, got the bus and drove to my new home. Quite simple. My landlady showed me everything, gave me the keys and then I had to unpack my luggage and do some grocery shopping – there’s a Penny close to my house. And thus, I moved in. I don’t get to see my roommates (three guys and a girl) very often, they’re nice, but we hardly ever talk, it’s more like a profit-driven flat share. The house is small, lovely and well furnished. But you can still find some strange stuff here, like a whole lot of books from Dante Alighieri, Agatha Christie and Dan Brown or a small Madonna-statue in the bathroom. But there’s a lot of good stuff, too: It begins with actual closing windows, functional bathroom and kitchen, goes on with mosquito nets, dishwasher, a TV and finally a budgie called Willi.
But then I had to get started – I didn’t come to Florence to become a housewife after all. Alright, so I met a Spanish girl called Fatima, with whom I had already written via Facebook. We met, ate Pasta con Pesto and then drove to the Piazzale Michelangelo – the view is amazing – but see for yourselves:
She seems to be very nice and we keep on meeting. I visited the Piazzale a few more times – but this evening I was tired to death – and my bed is gigantic.
My first morning in Florence was very calm, since my course of study does most of the organisational stuff for me and my new friends had language class. Thus, I had nothing to do, and so I strolled around my new quarter and in the evening, I went to the city centre to get my boyfriend from the train station, who wanted to visit me. Since Riccardo is from Rome and not Florence we could be tourists the next day, because he didn’t know Florence that well, either. So we’ve been basically everywhere, to the Dome, Palazzo Vecchio, Ponte Vecchio and again Piazzale Michelangelo – all on foot. At the end I was really tired. But it was great, even though the Dome was a bit of a disappointment: From the outside it looks awesome, but on the inside there’s not much, just the cupola.

The next day we went – wanna guess? – to the Piazzale Michelangelo. Again on foot. My poor feet! But it was lovely, there was a Festivale del Gelato, though you got so much ice cream that it was too much, so we just watched and enjoyed. We ate our ice cream later, at the river Arno, in the Gelateria “La Carraia” – delicious. It was a really hot, but wonderful day, just that Riccardo had to return to Rome in the evening.
Finally there were some bureaucratic things – hopefully it’ll work this time. The rest will follow on Thursday. Furthermore I signed in for some organisations for international students – ISF (International Students Florence) and ESN (Erasmus Student Network) – in order to be able to go on field trips. After all I want to see more than only Florence and it’s a good way to meet people. I’m looking forward to it – I’ll tell you, how it was, afterwards. J
So… as you see I’m here and I’m well – surprisingly not homesick – and since I have one more week ‘till university starts I can enjoy my time around here – that’s what I’m doing and I’ll tell you about it – see you around!

Please note:
1)      I got myself an Italian mobile number, you can’t reach me with the German number anymore, so tell me if you need the Italian one.
2)      I’m always glad to welcome you here, but when you wanna crush at my place, my landlady will want money, for insurance reasons. 15€ per person and night – I can’t change that, but I can offer you to split the costs.

Besuchszeiten / Visiting time
Meine Ankunft / My arrival:  11 September
Gäste / Guestes:                     2 – 7 October
                                               9 – 17 October
                                               19 – 31 October
Weihnachten / Christmas:      Da bin ich zuhause / Will be spend at home
Rückkehr / Return:                 Ende Februar / End of February